Nachrichten

18.09.2026

Neuigkeiten zum Kreuzungsbereich Eberswalder Chaussee

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

am 24. Juni 2026 wurden die Ergebnisse unseres ersten Barrieren-Spaziergangs im Kreuzungsbereich Eberswalder Chaussee im Bauausschuss vorgestellt. Einige von Ihnen waren dabei und konnten selbst erleben, wie aufmerksam und wertschätzend Ihre Hinweise aufgenommen wurden. Die gesammelten Anregungen flossen unmittelbar in die weitere Beratung ein. Am 16. September 2026 wurde im Bauausschuss intensiv über den Antrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur Verbesserung der Barrierefreiheit in diesem Bereich beraten.

Im Mittelpunkt stehen verschiedene Maßnahmen, die den Kreuzungsbereich für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer sicherer machen sollen. Dazu gehören u.a. die Absenkung von Bordsteinen, die Beseitigung von Unebenheiten auf Gehwegen, eine bessere Beleuchtung sowie die Prüfung der Umprogrammierung der Ampelanlage und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Übersichtlichkeit.

Besonders positiv möchte ich hervorheben, dass erste Verbesserungen bereits umgesetzt werden konnten. Nur knapp zwei Monate nach Antragstellung wurden die Bordsteine am Übergang Bahnhofstraße/Stadtpark abgeschrägt. Damit sollte das Überqueren der Straße insbesondere für Menschen im Rollstuhl deutlich sicherer möglich sein. Auch bei den Schäden im Gehwegbereich gibt es Fortschritte. Es wurde bereits Aufmaß genommen und von Seiten der Amtsverwaltung angekündigt, dass die Instandsetzung so bald wie möglich erfolgen soll.

Die Verbesserung der Beleuchtung gestaltet sich hingegen etwas schwieriger. Ein Austausch der vorhandenen Leuchtmittel im Bereich des Stadtparks ist aus technischen Gründen nicht möglich, da hierfür zunächst neue Stromleitungen von der Bahnhofstraße verlegt werden müssten. Um dennoch eine Verbesserung zu erreichen, hat die Amtsverwaltung eine praktikable Alternative entwickelt: Auf Höhe der Möbelfolie soll eine zusätzliche Straßenleuchte installiert werden. Der Auftrag hierfür wurde bereits erteilt. Die Positionierung wird so gewählt, dass auch der Bereich des Stadtparks besser ausgeleuchtet wird.

Weniger erfolgreich verlief bislang die Beantragung der Umprogrammierung der Ampel Plottkeallee. Der zuständige Straßenbaulastträger hat den Antrag der Amtsverwaltung abgelehnt. Dennoch werde ich mich weiterhin für dieses Anliegen einsetzen und das Gespräch mit den zuständigen Behörden suchen, um mögliche Lösungen für mehr Sicherheit auszuloten.

Auch die Installation eines Spiegels, die während des Barrieren-Spaziergangs vorgeschlagen wurde, wurde eingehend geprüft. Fachkräfte testeten verschiedene Positionierungen, kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass sich die Sichtverhältnisse dadurch nicht verbessern würden. Zudem kann eine Blendung des Fahrzeugverkehrs durch Sonneneinstrahlung nicht ausgeschlossen werden. Aus fachlicher Sicht kann daher die Installation eines Spiegels nicht umgesetzt werden.

Einigkeit besteht sowohl bei den Stadtverordneten als auch in der Amtsverwaltung darüber, dass der stark frequentierte Kreuzungsbereich insgesamt anspruchsvoll und teilweise gefährlich ist. Langfristig müssen deshalb weitere Lösungen gefunden werden. Ein genannter und aus meiner Sicht sinnvoller Einzelvorschlag ist die Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h. Die Entscheidung darüber liegt jedoch beim zuständigen Landesbetrieb, sodass kurzfristig leider nicht mit einer Änderung zu rechnen ist.

Positiv hervorheben möchte ich, dass die Stadtverordneten und die Amtsverwaltung deutlich gemacht haben, der Barrierefreiheit bei zukünftigen Maßnahmen eine sehr hohe Priorität einzuräumen. Der Abbau bestehender Barrieren ist eine große Aufgabe und finanzielle Herausforderung, die nicht von heute auf morgen bewältigt werden kann. Umso wichtiger ist es, Schritt für Schritt auch kleinere Verbesserungen zu erreichen und die Belange von Menschen mit Behinderungen konsequent mitzudenken.

Ich möchte mich ausdrücklich bei der Amtsverwaltung und den Stadtverordneten bedanken, die die Hinweise aus dem Barrieren-Spaziergang ernst genommen und die Anliegen zur Verbesserung von Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit engagiert unterstützt und weiterverfolgt haben. Die bisher umgesetzten Maßnahmen zeigen, dass eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft konkrete Verbesserungen bewirken kann. Dieses gemeinsame Engagement ist ein wichtiges Signal für alle Menschen, die auf eine barrierefreie und sichere Infrastruktur angewiesen sind.

Andrea Luplow
Behindertenbeauftragte der Stadt Biesenthal