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Park

Elisabeth Eschmann

Biesenthal

17.07.21, 18:34

Da hast Du natürlich recht Rainer, Dein Thema war ein anderes. Trotzdem finde ich es nicht schlimm, wenn man es erweitert. Hauptsache man macht sich Gedanken und lässt auch Taten folgen.

Was die nach historischem Vorbild wieder hergestellte Gestaltung des Parks betrifft, gebe ich Dir ebenfalls recht. Wenn man soetwas gestaltet, muss man es auch pflegen.

Im Übrigen hat die Gemeinde zwei sehr schöne Flächen zur natürlichen Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt. Es hat länger gedauert als in anderen Gemeinden, aber immerhin können wir jetzt loslegen.

Rainer

Biesenthal

14.07.21, 11:42

Ja liebe Elisabeth, da hast Du ja viel Interessantes geschrieben und Einiges teile ich da auch. Im Übrigen gibt es gefühlt in diesem Jahr deutlich mehr Vögel und das finde ich auch gut so.

Allerdings hat dies nix mit meiner gestellten Frage, meinem Thema zu tun. Wenn man Grünanlagen für sehr viel Geld anlegt, dann muss man auch dafür Sorge tragen, dass diese eben gepflegt werden. Das hat nix mit den Bienen zu tun! Dann hätte man dort auch eine Wildwiese anlegen können. Das wäre sicher deutlich preiswerter gewesen.

Elisabeth Eschmann

Biesenthal

12.07.21, 14:44

Wer sich für unsere einheimischen Insekten interessiert, dem kann ich aus der ZDF-Mediathek folgende Sendungen von "Planet e" empfehlen. Es gibt drei davon:
1. Das Insektenmysterium
2. Die Insektenretter
3. Welt ohne Insekten.

Alle drei Kurzdokus sind sehr interessant und aufschlussreich. Sie zeigen leider auch sehr deutlich, wie bedroht sie sind und damit auch die Tiere, die von ihnen leben.

Elisabeth Eschmann

Biesenthal

09.07.21, 05:29

Ich freue mich, dass wir ein solch wichtiges Thema diskutieren und hoffe, dass sich viele daran beteiligen. Es ist gut, wenn man mal den Blickwinkel wechselt und die Meinungen anderer lesen kann, auch wenn es manchmal sehr emotional ist.

Früher brauchte man sich keine Gedanken um Insekten, Vögel und andere Tiere zu machen. Felder wurden mit Hecken umsäumt, sie wurden so vor Wind geschützt, damit die Saat nicht weggeweht wird. Auch konnten Insekten und Vögel dort leben. Pestiziede gab es nicht, auch Straßengräben wurden selten gemäht. Es konnte sich also an vielen Stellen sogenanntes Unkraut ansiedeln. All das gibt es heute fast nicht mehr. Seit wir Autos haben, muss ein Straßengraben frei und übersichtlich sein, es geht schließlich um unsere Sicherheit.

Wer hat uns eigentlich gelehrt, dass der Mensch das Maß aller Dinge ist? Wir sollten vielleicht nicht immer nur nach unserem eigenen Nutzen schaun. Bienen produzieren zum Beispiel den Honig nicht für uns, wir nehmen ihn uns einfach. Trotzdem ist es natürlich eine Katastrophe, wenn man ihn wegen Verunreinigungen durch Pestiziede vernichten muss. Die Schuld kann man nicht allein den Bauern geben, viele von ihnen würden auch gern anders produzieren, müssen aber auch irgendwie überleben. Hier ist vor allem die Politik gefragt, aber auch wir Verbraucher müssen bereit sein, weniger zu essen, dafür mehr Geld für gesunde Lebensmittel auszugeben.
Wer nicht bereit ist, sich einzuschränken oder zu verzichten, der sollte sich wirklich überlegen, Kinder in diese Welt zu setzen. Wir ermöglichen Ihnen eine gute Bildung und dergleichen, berauben sie aber gleichzeitig ihrer Existenzgrundlage. Und die Lage ist wirklich ernster als die meisten von uns wahrhaben wollen. Schließlich sind wir Menschen Meister der Verdrängung. Wir wissen so viel und handeln ganz anders. Ich persönlich denke, der Mensch ist eine Sackgasse der Evolution. Es gab schon andere Lebewesen, die ausgestorben sind.

Fragt man ältere Menschen, dann erzählen sie, wie viele Vögel und Schmetterlinge es früher zum Beispiel gab. Wenn wir in diesem Jahr beispielsweise 100 Vögel zählen würden, im nächsten nur noch 99, im übernächsten 98 usw., würden wir es gar nicht merken. Unser Gehirn registriert solche geringen Veränderungen nicht. Die nächste Generation wird vielleicht nur mit 50 Vögeln geboren, das ist für sie dann normal. Das "Spiel" geht aber weiter, esverschwinden immer mehr Tiere und Pflanzen und wir halten es für normal, wenn abends im Garten einige Junikäfer fliegen. Es müssten aber Hunderte sein um die hungrigen Schnäbel der Jungvögel zu stopfen.

Manche Bienen haben sich im Laufe der Evolution auf eine einzige Pflanze speziealisiert (zum Beispiel die Natterkopf-Mauerbiene oder die Rainfarn-Seidenbiene). Gibt es diese Pflanze nicht mehr, stirbt die Biene aus. Wir lassen beide Pflanzen im Garten wachsen und haben auch beide Bienenarten bei uns zu Gast.

Die Fläche aller Gärten in Deutschland ist eine sehr große. Jeder von uns, der einen Garten hat, könnte also etwas tun, die Masse macht dann schon eine ganze Menge. Es gibt ja Gärten, in denen man Blumen sieht. Nur leider sind es oft die falschen. Es macht schon einen Unterschied, ob man eine gefüllte Rose pflanzt oder eine ungefüllte. An die gefüllte kommt nämlich keine Biene. Auch brauchen diese Nektar und Pollen, letzteren für die Aufzucht ihrer Nachkommen. Schmetterlinge brauchen dringend einheimische Pflanzen für ihre Raupen. Der sogenannte Schmetterlingsflieder bietet ihnen zwar Nahrung, aber man wird keine einzige Raupe daran finden, weil der Baum kein einheimischer ist und sie die Blätter nicht fressen.

Ich hoffe, dass ich einiges dazu beigetragen habe, die Diskussion hitziger zu machen und freue mich, bald anderes zu diesem Thema zu lesen.

Rainer

Biesenthal

08.07.21, 22:06

Julia, geht wohl ein wenig an meinem Thema vorbei. Es geht nicht um Gartenflächen oder Parkanlagen. Ich meine die wenigen angelegten Rabatten und Flächen, die letztlich unser Auge erfreuen sollen. Es ist doch nicht Ihr Ernst, dass man diese Flächen jetzt verwildern lassen will. Fragt sich, warum dann da überhaupt Blumenflächen angelegt wurden. Ich denke auch nicht, dass Sie Ihren Garten völlig verwildern lassen mit der Begründung des Insektenschutzes. Ich habe in meinem Garten gut gepflegte Blumenbeete ohne es verwildern zu lassen und tue trotzdem was für den Insektenschutz. Das eine schliesst das andere nicht aus! Hier fehlt nur Pflege!

Lars

Biesenthal

08.07.21, 12:15

Also in meiner Wahrnehmung ist die Vielfalt an Insekten in unserm schönen Biesenthal durchaus noch gegeben. In unserem Garten tummeln sich die Bienen, Hummeln, Hornissen und Fliegen aller Couleur. Wir hatten zum Einbruch der Dunkelheit sogar noch Juni Käfer zu Gast und natürlich auch die unliebsamen Mücken, aber die gehören halt irgendwie auch mit dazu.

Mir persönlich gefällt ja ein gepflegter Stadtpark mit Blüten in vielen Farben auch besser als brauner verbrannter Rasen, aber deshalb muss doch nicht gleich die große Weltuntergangskeule rausgeholt werden. So wichtig sollten wir unser kleines Biesenthal nun auch wieder nicht nehmen.

barnimerland.de/visioncontent/bilderdatenbank/biesenthaler_ansichten.jpg

Ich wünsche auf jeden Fall noch allen einen wunderschönen Sommer, ob sie nun Ihren Rasen gern mähen oder ihn lieber wachsen lassen.

Julia

Biesenthal

06.07.21, 20:20

Wer immer noch nicht geschnallt hat, dass wir ein Insektensterben haben und auf seinen englischen Rasen besteht, in der nicht eine Blume oder Kraut wachsen darf, verschließt die Augen und sollte sich keine Kinder anschaffen. Denn die werden das Ausmaß noch mehr zu spüren kriegen, als wir. In China bestäuben die Menschen Blüten mit der Hand, weil dort alles ausgerottet wurde. Immerhin dann ein neues Berufsfeld.

wwf-jugend.de/blogs/9861/7408/ausgerottet-die-menschlichen-bienen-in-china

Was sieht schöner aus? Kurzgemähter, verbrannter Rasen am Straßenrand oder auch das verbrannte Stück bei Edeka oder Blüten in vielen Farben?

icke

biesenthal

04.07.21, 16:42

Hallo Rainer,
es könnte ja einfach, wie unser ehemaliger Bürgermeister jetzt in Bernau, ein Schild vom NABU aufgestellt werden mit dem Hinweis einer Bienentankstelle.
Da kannst du dann alles wachsen lassen und Du hast immer die passende Ausrede, auch gegen evtl. Nachbarn zu Hause, dass dieses ja gelebter Naturschutz ist.
Das der Honig mittlerweile ungeniessbar ist, da Glyphosat hier im Umfeld viel benutzt wird, sollte dabei dann aber verschwiegen werden.
Denn so eine Art von Trennkost kennen die Bienen nicht.
So und jetzt darf diskutiert werden.

Rainer

Biesenthal

24.06.21, 20:52

Eine Frage in die Runde. Wer ist eigentlich für die Pflege des neu angelegten Parkes Bahnhofstraße zuständig? Sieht aus wie Kraut und Rüben dort. In den Grünanlagen wuchert das Unkraut! Leider scheint hier einzutreten, was wir schon vor Baubeginn vermutet haben. Und es sind aktuell auch viele andere Grünflächen in Biesenthal sehr ungepflegt. An zahlreichen Stellen ist die Verkehrssicherheit mehr als gefährdet, weil der Rasen hochgeschossen ist, sodass man die Radwege und Kreuzungen schlecht einsehen kann. Gleiches gilt für die dort befindlichen Hecken. Wenn man sie nicht schneiden darf/kann sollte man sie im Kreuzungsbereich langfristig entfernen! Und bitte liebe Kollegen vom Technischen Dienst, ich möchte Euch hiermit nicht kritisieren. Ihr seit sicher fleißig, die Frage steht wohl eher, was könnt Ihr wirklich noch schaffen oder was muss eben in Pflege abgegeben werden! Schön sind die Grünflächen jedenfalls nicht.